Pressemitteilung 17/ 26 Elterntaxis in Gifhorn: Nicht nur Eltern müssen handeln – die Stadt muss sichere Schulwege ermöglichen
- Zukunft-Zuversicht- Zusammenhalt Bürgerliste Gifhorn

- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Pressemitteilung 17/26
Bürgermeisterkandidatin Jacqueline Kleinhans (Bürgerliste ZZZ Gifhorn) fordert eine ganzheitliche Lösung für Kinder, Eltern und Schulen
Gifhorn. Die Diskussion um sogenannte Elterntaxis vor Schulen sorgt auch in Gifhorn immer wieder für Gesprächsstoff. Zu den Bring- und Abholzeiten treffen unterschiedliche Interessen aufeinander: Eltern möchten ihre Kinder sicher zur Schule bringen, gleichzeitig können viele Fahrzeuge direkt vor Schulen zu unübersichtlichen Situationen führen – besonders für Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Für Bürgermeisterkandidatin Jacqueline Kleinhans von der Bürgerliste ZZZ Gifhorn greift die bisherige Debatte jedoch zu kurz. Aus ihrer täglichen Arbeit als Schulsozialarbeiterin kennt sie die Herausforderungen von Kindern, Eltern und Schulen aus nächster Nähe.
„Die Frage darf nicht nur lauten: Warum bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule? Wir müssen auch fragen: Was brauchen Kinder und Familien, damit sichere und selbstständige Schulwege überhaupt möglich werden?“, erklärt Jacqueline Kleinhans.
Sicherheit beginnt nicht erst am Schultor
Aus Sicht der Bürgermeisterkandidatin beginnt Verkehrssicherheit nicht erst unmittelbar vor dem Schuleingang. Sichere Wege, übersichtliche Verkehrsführungen und eine kindgerechte Stadtplanung seien entscheidend dafür, ob Kinder lernen können, sich eigenständig im Straßenverkehr zu bewegen.
„Kinder brauchen Räume, in denen sie sich sicher bewegen können. Selbstständigkeit entsteht nicht von allein – sie muss ermöglicht und unterstützt werden“, sagt Kleinhans.
Dabei möchte sie Eltern nicht pauschal kritisieren.
„Viele Eltern entscheiden sich für das Auto, weil sie sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder machen oder weil der Alltag zwischen Beruf, Betreuung und Terminen schwierig zu organisieren ist. Diese Sorgen müssen wir ernst nehmen. Gleichzeitig müssen wir gemeinsam Lösungen schaffen, damit das Auto nicht die einzige gefühlte sichere Möglichkeit bleibt.“
Die Elterntaxi-Debatte wirft neue Fragen auf
Für Jacqueline Kleinhans ist das Thema Elterntaxi ein Anlass, grundsätzlicher über die Verkehrssituation rund um Schulen in Gifhorn nachzudenken.
Sie stellt deshalb folgende Fragen:
Sind alle Schulwege in Gifhorn wirklich aus Sicht der Kinder geplant?
Kinder erleben Verkehr anders als Erwachsene. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten schwerer einschätzen und benötigen deshalb besondere Rücksichtnahme.
Werden die Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern ausreichend berücksichtigt?
„Wer kann besser beschreiben, wo sich ein Schulweg unsicher anfühlt, als die Kinder selbst? Ihre Perspektive muss stärker in die Planung einfließen“, fordert Kleinhans.
Reagiert die Stadt nur auf bestehende Probleme oder wird vorausschauend geplant?
Statt einzelner Maßnahmen brauche Gifhorn aus ihrer Sicht ein langfristiges Konzept für sichere Schulwege an allen Schulen.
Welche Alternativen bieten wir Familien an?
Wenn Eltern auf das Auto verzichten sollen, müsse die Stadt auch dafür sorgen, dass sichere Alternativen vorhanden sind: gute Fußwege, sichere Fahrradverbindungen, klare Verkehrsregelungen und durchdachte Hol- und Bringmöglichkeiten.
Schule, Eltern und Stadt gemeinsam in Verantwortung
Als Schulsozialarbeiterin erlebt Jacqueline Kleinhans täglich, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Kindern, Eltern und Institutionen ist.
„Kinder brauchen Unterstützung, Orientierung und sichere Rahmenbedingungen. Das gilt auch für ihren Schulweg. Eine kinderfreundliche Stadt entsteht nicht durch Verbote, sondern durch gute Lösungen, die alle Beteiligten mitnehmen.“
Sie sieht deshalb mehrere mögliche Ansatzpunkte:
regelmäßige Schulwegüberprüfungen unter Beteiligung von Kindern,
bessere Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Schulen, Eltern und Polizei,
sichere Bereiche für das Bringen und Abholen von Kindern,
Förderung von Fuß- und Fahrradwegen,
frühzeitige Beteiligung der Betroffenen bei Verkehrsplanungen.
Verkehrspolitik ist auch Familienpolitik
Für Jacqueline Kleinhans zeigt die Diskussion um Elterntaxis eine größere Frage: Wie kinder- und familienfreundlich ist Gifhorn?
„Eine Stadt zeigt ihre Zukunftsfähigkeit auch daran, wie sicher und selbstständig sich Kinder bewegen können. Verkehrspolitik bedeutet deshalb mehr als Straßen und Parkplätze. Es geht um Lebensqualität, Bildung und die Entwicklung unserer Kinder.“
Die Bürgermeisterkandidatin der Bürgerliste ZZZ Gifhorn setzt sich für eine sachorientierte und bürgernahe Kommunalpolitik ein.
„Unser Ziel muss eine Stadt sein, in der Kinder sicher unterwegs sein können, Eltern Vertrauen in die Wege ihrer Kinder haben und alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht aufeinander nehmen.“
Weitere Informationen zur Bürgerliste ZZZ Gifhorn:www.zzzgf.de
Jacqueline Kleinhans Bürgermeisterkandidatin der Bürgerliste ZZZ Gifhorn




Kommentare