PRESSEMITTEILUNG 19/ 26 Dominik Lebendig widerspricht AfD-Darstellung: „Hier werden Ursache und Wirkung verdreht“18/ 26
- Zukunft-Zuversicht- Zusammenhalt Bürgerliste Gifhorn

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Wesendorf/Gifhorn. Nach seinem Austritt aus den AfD-Fraktionen in der Gemeinde und Samtgemeinde Wesendorf weist Dominik Lebendig die öffentliche Darstellung des AfD-Kreisverbandes entschieden zurück. Insbesondere der Vorwurf, Lebendig habe sich durch angeblich mangelndes Engagement selbst disqualifiziert und sei deshalb politisch nicht mehr berücksichtigt beziehungsweise gewählt worden, entspreche nicht den tatsächlichen Abläufen.
„Diese Darstellung ist falsch. Hier werden Ursache und Wirkung verdreht. Ich habe mich nicht aus der politischen Arbeit zurückgezogen – vielmehr wurden mir zuvor politische Funktionen und Arbeitsmöglichkeiten genommen“, erklärt Lebendig.
Nach seiner Darstellung habe die Zusammenarbeit innerhalb der Fraktion bereits seit längerer Zeit erheblich gelitten. Fraktionssitzungen hätten nicht mehr regelmäßig beziehungsweise nicht mehr unter Beteiligung aller Fraktionsmitglieder stattgefunden. Politische Initiativen seien weitgehend ausgeblieben und gemeinsame politische Ziele kaum noch erkennbar gewesen.
Zur eigenen Fraktionssitzung eingeladen – und dort politisch entmachtet
Besonders schwer wiegt für Lebendig ein Vorgang innerhalb der damaligen Fraktion.
Nach seiner Darstellung habe Andrea Zacharias ihn zu einer Sitzung seiner eigenen Fraktion eingeladen. In dieser Sitzung sei ihm anschließend der Fraktionsvorsitz entzogen worden. Gleichzeitig seien ihm sämtliche Ausschusstätigkeiten genommen worden. Funktionen, die zuvor Lebendig wahrgenommen hatte, seien anschließend von Zacharias selbst übernommen worden.
Lebendig:
„Man lädt mich zu einer Sitzung meiner eigenen Fraktion ein und nimmt mir dort den Fraktionsvorsitz und sämtliche Ausschüsse. Und anschließend wird öffentlich behauptet, ich hätte mich wegen mangelnden Engagements selbst disqualifiziert. Das stellt den tatsächlichen Ablauf auf den Kopf.“
Besonders kritisch bewertet Lebendig die finanziellen Folgen dieses Vorgangs. Mit der Übernahme entsprechender Funktionen und Ausschusstätigkeiten seien zusätzliche Sitzungsgelder beziehungsweise Aufwandsentschädigungen verbunden gewesen.
Lebendig erhebt deshalb einen schweren Vorwurf:
„Aus meiner Sicht ging es bei diesem Vorgehen nicht allein um politische Fragen. Frau Zacharias hat Funktionen, die mir entzogen wurden, selbst übernommen und dadurch auch finanziell profitiert. Für mich hatte dieser Vorgang deshalb den Charakter persönlicher Bereicherung auf Kosten eines anderen Fraktionsmitglieds.“
Lebendig betont, dass es sich hierbei nicht um einen abstrakten politischen Streit handele. Die damaligen Funktionen, Ausschussbesetzungen und deren Änderungen seien anhand kommunaler Unterlagen nachvollziehbar. Ebenso lasse sich feststellen, welche finanziellen Ansprüche mit den jeweiligen Funktionen verbunden gewesen seien.
„Wenn die AfD heute mein angeblich mangelndes Engagement zum Thema macht, dann gehört zur Wahrheit auch, wer mir zuvor die politischen Arbeitsmöglichkeiten genommen hat und wer anschließend selbst von der Neuverteilung der Funktionen profitiert hat.“
Lebendig hat keine Abstimmung verloren – er trat gar nicht erst an
Auch einer weiteren Darstellung des AfD-Kreisvorsitzenden Robert Preuß widerspricht Lebendig ausdrücklich.
Preuß erwecke in seiner Stellungnahme den Eindruck, Lebendig habe bei der Aufstellungsversammlung nicht die erforderliche Mehrheit erhalten. Dies werde mit dem Anspruch verbunden, die AfD wolle sich für die kommende Wahlperiode „professionalisieren“.
Nach Darstellung Lebendigs ist auch diese Behauptung falsch. Dominik Lebendig stellte sich bei der betreffenden Aufstellungsversammlung weder für den Samtgemeinderat noch für den Gemeinderat zur Wahl. Eine Abstimmung über seine Kandidatur, bei der er eine erforderliche Mehrheit hätte verfehlen können, gab es deshalb gar nicht.
Bemerkenswert sei vielmehr, dass Robert Preuß selbst Lebendig als Kandidaten vorgeschlagen habe, Lebendig eine Kandidatur jedoch nicht angenommen habe.
„Wie soll ich eine notwendige Mehrheit nicht bekommen haben, wenn ich mich überhaupt nicht zur Wahl gestellt habe? Herr Preuß hat mich selbst vorgeschlagen. Ich habe aber weder für den Samtgemeinderat noch für den Gemeinderat kandidiert. Aus einer nicht erfolgten Kandidatur im Nachhinein eine verlorene Abstimmung und sogar einen Beleg für eine angebliche Professionalisierung der AfD zu konstruieren, hat mit dem tatsächlichen Ablauf nichts zu tun.“
Auch dieser Sachverhalt lasse sich anhand der Unterlagen der Aufstellungsversammlung überprüfen.
Zacharias' Aussage zur Bürgermeisterkandidatur widerspricht dem Ablauf der Aufstellungsversammlung
Zusätzliche Fragen wirft die aktuelle Aussage von Andrea Zacharias zu ihrer Bürgermeisterkandidatur für Wesendorf auf.
In der Presse wird Zacharias mit der Aussage wiedergegeben, sie habe sich bei der betreffenden Versammlung im Februar 2026 „erst gar nicht aufstellen lassen“, da sie beruflich zu stark in Berlin eingebunden sei.
Nach Darstellung von Dominik Lebendig ist diese Aussage falsch: Andrea Zacharias kandidierte bei der Aufstellungsversammlung im Februar 2026 als Bürgermeisterkandidatin für Wesendorf und wurde dort auch gewählt.
Lebendig erklärt:
„Das ist keine Frage unterschiedlicher politischer Bewertungen oder Erinnerungen. Ob jemand bei einer Aufstellungsversammlung als Bürgermeisterkandidatin kandidiert und gewählt wurde, ist eine überprüfbare Tatsache. Entweder Frau Zacharias wurde gewählt oder sie hat sich gar nicht erst aufstellen lassen. Beides gleichzeitig kann nicht stimmen.“
Lebendig fordert deshalb vollständige Transparenz:
„Dann legen wir doch einfach die entsprechenden Protokolle und Wahlergebnisse offen. Die Bürger können anschließend selbst beurteilen, welche Darstellung den Tatsachen entspricht.“
„Persönliche Angriffe beantworten meine Kritik nicht“
Lebendig sieht in der öffentlichen Reaktion des AfD-Kreisverbandes den Versuch, von den eigentlichen Gründen seines Austritts abzulenken.
Seine Kritik richte sich insbesondere gegen mangelnde Zusammenarbeit, fehlende politische Initiative und eine Fraktion, die sich zunehmend mit internen Angelegenheiten beschäftigt habe, anstatt kommunalpolitische Ziele zu verfolgen.
Nach Lebendigs Darstellung seien aktive Mitglieder ausgebremst worden, während gleichzeitig kaum eigene politische Initiativen aus der Fraktionsführung gekommen seien.
„Statt meine Kritik sachlich zu beantworten, versucht man nun, mich persönlich für die Situation verantwortlich zu machen. Aber persönliche Angriffe ersetzen keine Antwort auf die tatsächlichen Vorgänge innerhalb der Fraktion.“
Seine Entscheidung zum Austritt sei weder spontan noch aus persönlicher Enttäuschung erfolgt.
„Ich habe lange versucht, konstruktiv mitzuarbeiten. Aber irgendwann muss man sich die Frage stellen, wofür man eigentlich gewählt wurde. Kommunalpolitik bedeutet für mich, Anträge zu stellen, Probleme der Bürger aufzugreifen und konkrete Verbesserungen zu erreichen. Eine Fraktion darf kein Selbstzweck sein.“
Drei Aussagen – drei überprüfbare Vorgänge
Lebendig fordert deshalb eine sachliche Diskussion anhand überprüfbarer Fakten:
„Wenn behauptet wird, ich hätte mich wegen mangelnden Engagements selbst disqualifiziert, muss man auch sagen, dass mir zuvor der Fraktionsvorsitz und meine Ausschusstätigkeiten genommen wurden. Wenn behauptet wird, ich hätte bei der Aufstellungsversammlung keine Mehrheit erhalten, obwohl ich überhaupt nicht kandidiert habe, muss auch das richtiggestellt werden. Und wenn Frau Zacharias erklärt, sie habe sich nicht als Bürgermeisterkandidatin aufstellen lassen, obwohl sie nach dem tatsächlichen Ablauf kandidierte und gewählt wurde, dann gehört auch dieser Widerspruch auf den Tisch.“
Für Lebendig zeigen diese Vorgänge, warum eine weitere Zusammenarbeit innerhalb der AfD-Fraktionen für ihn nicht mehr möglich gewesen sei.
Politischer Neustart mit ZZZ
Dominik Lebendig wird seine kommunalpolitische Arbeit bei der Bürgerliste Zukunft – Zuversicht – Zusammenhalt (ZZZ) fortsetzen.
Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 kandidiert er für ZZZ in der Gemeinde Wesendorf, der Samtgemeinde Wesendorf sowie für den Kreistag Gifhorn.
„Ich möchte gestalten statt Posten verwalten. Die Menschen haben Anspruch auf Kommunalpolitiker, die vor Ort arbeiten, transparent handeln und ihre Verantwortung ernst nehmen. Genau deshalb habe ich mich für einen politischen Neuanfang bei ZZZ entschieden.“
Dominik Lebendig Bürgerliste Zukunft – Zuversicht – Zusammenhalt (ZZZ) Gemeinde Wesendorf · Samtgemeinde Wesendorf · Landkreis Gifhorn





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