PRESSEMITTEILUNG 20/ 26 Jacqueline Kleinhans Austrittserklärung aus der AfD

Jacqueline Kleinhans Austrittserklärung aus der AfD „Ehrliche und bürgernahe Politik war in der AfD für mich nicht mehr möglich“
Bürgerliste Zukunft – Zuversicht – Zusammenhalt (ZZZ) Gifhorn
Gifhorn, 24. August 2026
Jacqueline Kleinhans, Gründerin und Vorsitzende der Bürgerliste Zukunft – Zuversicht – Zusammenhalt (ZZZ) Gifhorn, Bürgermeisterkandidatin für die Stadt Gifhorn und heute parteilos, zieht eine klare Bilanz ihres Austritts aus der AfD.
„Ich wollte ehrliche, bürgernahe und loyale Politik machen. Stattdessen erlebte ich zunehmend Selbstbeschäftigung, Machtkämpfe, Verstöße gegen innerparteiliche Demokratie und das Verschieben von Posten und Jobs. Irgendwann muss man entscheiden, wofür man Politik macht: für die Bürger oder für ein Parteisystem.“
Machtkämpfe statt Sachpolitik
Nach Kleinhans' Erfahrung nahmen interne Auseinandersetzungen, persönliche Interessen und die Absicherung von Einfluss zunehmend mehr Raum ein als politische Sacharbeit.
„Ich bin nicht in die Politik gegangen, um mich mit Posten, persönlichen Befindlichkeiten und Abhängigkeiten zu beschäftigen. Politik hat den Menschen zu dienen – nicht Funktionären und Karrieren.“
Besonders schwer wiegt für Kleinhans der Umgang mit innerparteilicher Demokratie.
„Wer draußen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einfordert, muss beides zunächst in den eigenen Reihen leben. Genau daran habe ich zunehmend Zweifel bekommen.“
Schiedsverfahren seit November 2025 – Aufklärung Fehlanzeige
Seit November 2025 sind nach Angaben von Kleinhans innerparteiliche Schiedsverfahren anhängig. Gerade deshalb habe sie ihren Austritt zunächst hinausgezögert: Ein früherer Austritt hätte die weitere Behandlung gefährden können.
Doch eine nachvollziehbare Aufarbeitung sei trotzdem ausgeblieben.
Hinzu kommen nach ihren Angaben erhebliche personelle Verflechtungen im Bereich des zuständigen Landesschiedsgerichts: Beteiligte Personen sind miteinander verwandt oder verschwägert beziehungsweise stehen untereinander in beruflichen Beschäftigungs- und Abhängigkeitsverhältnissen.
„Ich habe mit meinem Austritt gewartet, damit die Verfahren aufgeklärt werden können. Heute muss ich feststellen: Ich hätte mir das Warten sparen können. Eine ernsthafte Aufarbeitung ist trotzdem nicht erfolgt.“
Für Kleinhans ist das ein grundsätzliches Problem:
„Ein Schiedsgericht muss unabhängig und unbefangen sein. Wenn familiäre und berufliche Abhängigkeiten bestehen, muss man die Frage stellen dürfen, wie unabhängig dieses System tatsächlich ist.“
Fazit: „Die AfD ist für mich nicht mehr wählbar“
Auch auf kommunaler Ebene fällt Kleinhans' Urteil deutlich aus. Nach ihrer Erfahrung würden Menschen auf Wahllisten zusammengeführt, um möglichst viele Kandidaten, Stimmen und Mandate zu bekommen – unabhängig davon, ob daraus anschließend eine funktionierende politische Mannschaft entstehen könne.
„Vor der Wahl werden Menschen gebraucht: zum Plakatekleben, für Infostände, zum Stimmenholen und als Kandidaten. Nach der Wahl werden sie zu Mehrheitsbeschaffern. Wer nicht funktioniert wie gewünscht, wird schnell zum Problem.“
Menschen seien jedoch keine Wahlkampfmasse und kein Stimmvieh, betont Kleinhans.
„In ihrer derzeitigen Verfassung ist die AfD für mich nicht wählbar. Wer Kandidaten hauptsächlich braucht, um Listen zu füllen, Wahlkampf zu machen und anschließend Mehrheiten zu sichern, betreibt keine Politik des Zusammenhalts.“
ZZZ: Politik ohne Parteibuch
Der Austritt war für Kleinhans deshalb kein Rückzug aus der Politik, sondern der Beginn eines neuen Weges. Mit der Bürgerliste Zukunft – Zuversicht – Zusammenhalt (ZZZ) setzt sie auf parteilose und unabhängige Kommunalpolitik.
„Bei uns soll niemand Wahlkampfhelfer oder Mehrheitsbeschaffer sein. Menschen sollen ihre Erfahrung, ihre Meinung und ihre Persönlichkeit einbringen. Wir brauchen keine Parteizentrale, die uns erklärt, was für Gifhorn richtig ist.“
Kleinhans zieht deshalb eine klare Konsequenz:
„Ich habe die AfD verlassen, weil ich Politik machen möchte, für die ich stehe: ehrlich, bürgernah, loyal und mit Rückgrat. Meine Kraft gehört nicht innerparteilichen Machtkämpfen. Sie gehört den Menschen in Gifhorn.“
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Jacqueline Kleinhans
(Gründerin und Vorsitzende Bürgerliste Zukunft – Zuversicht – Zusammenhalt (ZZZ) Gifhorn
parteilos · Bürgermeisterkandidatin für die Stadt Gifhorn
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